Mein Freund, der Baum
„Mein Freund der Baum ist tot. Er fiel im frühen Morgenrot.“ Fällt Ihnen dazu etwas ein? Wenn Sie zu den älteren Semestern gehören, ganz bestimmt. Die deutsche Schlagersängerin Alexandra hat dieses Lied 1968 gesungen. Heute wird dieser Schlager als Hymne des neuen Öko-Zeitalters gefeiert. Das wundert einem nicht wirklich, wenn man das Hitzejahr 2026 betrachtet. Aktuell brennt der Wald in mehreren europäischen Ländern. Das lässt einem auch nicht kalt, wenn man weiss, wie ein brennender Wald aussieht und was Feuer anrichtet. Schliesslich ist es erst 3 Jahre her, dass der Riederwald gebrannt hat. Ich kann die Brandwunden deutlich von meinem Bürofenster aus sehen.
Der Wald als komplexes Ökosystem
Wald produziert Sauerstoff und filtert im Jahr bis zu 50 Tonnen Russ und Staub. Ein abgebrannter Wald kann den Boden nicht schützen, es entsteht Erosion, weil die unterschiedlichen Boden-, Wurzeln- und Baumschichten fehlen. Bei einer geschlossenen Baumkrone ist es im Wald zwischen 3 und 6 Grad kühler als auf offener Fläche. Ein Quadratmeter Wald speichert bis zu 200 Liter Wasser, was dem Menschen wiederum Grundwasser zur Verfügung stellt.
Baumfreunde unter sich
Bäume bedeuten Leben. Und wir Menschen lieben das Leben. Sind Sie gerne in der Natur? Dann besuchen Sie doch die Exkursion Baumfreunde des Pro Natura Zentrums Aletsch bei der Villa Cassel und outen sich als Baumfreund. Am besten bleiben Sie gleich bis Sonntag und feiern mit anderen Feriengästen und Einheimischen das traditionelle Casselfest.
Vielleicht wird es ein Wunder geben, vielleicht blüht vor dem Haus ein Garten und der erwacht zu neuem Leben (Auszug aus Mein Freund, der Baum)



